Monom
MONOM Kunstpreis
Preisgeld 9.000 € für 3 Preise
15. Februar 2026
Für Studierende/Absolvent:innen einer Kunsthochschule
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Überblick
Der MONOM Kunstpreis richtet sich an Studierende an einer staatlichen Kunsthochschule in Deutschland am Ende ihres Studiums. Der Preis dient der Förderung von Kunststudierenden im Übergang in die freie künstlerische Praxis.
Die MONOM Stiftung zeichnet mit dem MONOM Kunstpreis Personen aus, die sich in ihrem künstlerischen Werk kritisch mit der Gesellschaft auseinandersetzen.
Aus allen Einreichungen wählt die Jury bis zu drei Preisträger:innen aus, das Preisgeld beträgt insgesamt 9.000 Euro.
Zusätzlich können alle Preisträger:innen an einer Weiterbildung zur Entwicklung ihrer beruflichen Laufbahn bei Brigit Effinger teilnehmen.
Wer kann sich bewerben und was wird gefördert?
Die Ausschreibung richtet sich an Hochschulstudierende einer staatlichen Kunsthochschule, die in 2026 ihr Studium abschließen werden und an Absolvent:innen, die ihr Studium in 2025 abgeschlossen haben.
Ausgezeichnet werden künstlerische Werke, die sich kritisch mit Ideologien von Ungleichheit wie Antisemitismus, Rassismus, Misogynie auseinandersetzen oder Werke, die gesellschaftliche Konflikte aufgreifen und zu ihnen Stellung beziehen. Außerdem können Arbeiten eingereicht werden, die an den Nationalsozialismus erinnern bzw. sein Fortwirken bis heute thematisieren.
Bewerbungen können aus allen Sparten der bildenden Kunst kommen. Studierende/Absolvent:innen der gestalterischen Studienfächer können sich ebenfalls mit Werken aus dem Bereich der bildenden Kunst bewerben.
Es können analoge wie digitale Werke eingereicht werden. Die Einreichungen können von einer Einzelperson oder kollaborativ von einer Gruppe geschaffen worden sein.
Es können pro Person/pro einreichende Gruppe ein bis drei Werke bzw. eine Serie eingereicht werden (bitte keine Originale zusenden, s. Formalia). Die eingereichten Werke sollen nicht älter als zwei Jahre sein, sie müssen nicht die Abschlussarbeit sein.
Was wird erwartet und wer wird nicht gefördert?
Beiträge aus der darstellenden Kunst (z. B. Tanz, Theater), der Literatur oder der Musik können nicht eingereicht werden. Ebenfalls ausgeschlossen sind Dokumentations- und Spielfilme. Beiträge aus der Videokunst können eingereicht werden.
Unvollständige Bewerbungen und Bewerbungen, die nicht den formalen Kriterien entsprechen, werden nicht bearbeitet.
Wer mehr als drei Werke einreicht, wird vom Auswahlverfahren ausgeschlossen. Reichen Sie lieber eine Arbeit ein, zu der Sie eine klare Position haben, anstatt viele Werke ohne deutlichen Bezug oder Kontext. Bitte beachten Sie, dass im Verlauf des Auswahlverfahrens ggf. auch andere öffentlich zugängliche Arbeiten von Ihnen berücksichtigt werden, um einen umfassenderen Eindruck Ihrer künstlerischen Praxis zu erhalten.
Aufbau der formlosen Bewerbung
Generell ist es uns wichtig, dass Sie sich in Ihrer Bewerbung um eine allgemeinverständliche Sprache bemühen.
Für eine Bewerbung um den MONOM Kunstpreis ist Folgendes notwendig einzureichen:
1. Deckblatt:
Bitte verwenden Sie das offizielle Deckblatt
Tragen Sie dort Ihren Namen, Ihre Adresse inklusive E-Mail-Adresse sowie Angaben zu Ihrem Studium ein. Falls vorhanden, geben Sie auch Ihre Homepage oder Social-Media-Kanäle an. Bitte beachten Sie, dass diese im Rahmen der Bewerbung vom Auswahlgremium ebenfalls eingesehen werden können.
Vergessen Sie nicht, auf dem Deckblatt außerdem den bzw. die Titel Ihrer Einreichung(en) anzugeben.
2. Tabellarischer Lebenslauf (1-2 Seiten)
Bitte legen Sie dabei den Fokus auf Ihr Kunststudium, Ihre künstlerische Tätigkeit und ggf. Ihr gesellschaftliches Engagement.
3. Essay (max. 3 Seiten)
Ein zentraler Bestandteil Ihrer Bewerbung ist ein Text, in dem Sie Ihre Sicht auf die Rolle der Kunst in der Gesellschaft darlegen.
Uns interessiert, wie Sie das Verhältnis von Kunst und Gesellschaft verstehen und welche Position Ihre eigene künstlerische Praxis darin einnimmt. Beschreiben Sie außerdem die Bedingungen, unter denen Ihr künstlerisches Arbeiten entsteht. Wo verorten Sie sich selbst im Kunstbetrieb – und welche Verantwortung ergibt sich daraus für Ihr Schaffen?
Ihr Text soll uns einen Eindruck davon vermitteln,wer Sie als Künstler:in sind und welche Position Sie in Ihrem künstlerischen Denken und Handeln einnehmen.
Bitte verfassen Sie einen zusammenhängenden Text in Essayform, der keine stichpunktartigen Antworten enthält. Sie können gerne Beispiele aus Ihrer künstlerischen Arbeit, theoretische Bezüge oder relevante Referenzen einbeziehen, um Ihre Argumentation zu untermauern.
4. Vorstellung des eingereichten Werkes und Dokumentation der künstlerischen Einreichung (1 Seite)
Stellen Sie uns Ihre künstlerische Einreichung vor. Nennen Sie dabei den Titel des Werks, die verwendeten Materialien und gegebenenfalls weitere wichtige Details. Beschreiben Sie, was Sie uns über die Einreichung mitteilen möchten: Wann und warum haben Sie das Werk bzw. die Werke geschaffen? Welche gesellschaftlichen Fragen greifen Sie künstlerisch auf? Und warum haben Sie gerade dieses Werk/diese Werke für die Einreichung ausgewählt?
Bitte fügen Sie aussagekräftige Abbildungen oder Video- bzw. Audiodateien bei. Ist Ihre Einreichung online verfügbar, können Sie alternativ auch einen Link einfügen.
Formalia
Bewerbungsschluss ist der 15.02.2026.
Bitte verwenden Sie in Ihrer Bewerbung mindestens Schriftgröße 11 und lassen Sie auf allen Seiten mindestens zwei cm Rand.
Alle Dokumente müssen in einer PDF Datei zusammengefasst werden, ein Inhaltsverzeichnis kann Teil des PDFs sein. Das Deckblatt der Bewerbung ist das, von Ihnen ausgefüllte, Formular. Ein weiteres Anschreiben ist nicht notwendig, gegebenenfalls kann die Dokumentation des Beitrags eine extra Datei sein, z.B. eine Videodatei.
Die Bewerbungsdatei ist nach diesem Muster zu benennen:
2026_Vorname_Nachname_Kunstpreis.pdf.
Die Bewerbung muss als PDF Anhang per Mail mit der Betreffzeile MONOM Kunstpreis an antrag@monom-stiftung.org gesendet werden. Postalische Einsendungen werden nicht berücksichtigt.
Die Formalia erleichtern die Arbeit der Stiftung und sollen allen Bewerber:innen gleiche Chancen ermöglichen.
Bewerbungen, die nicht dem angegebenen Aufbau folgen und die Formalia nicht einhalten, werden nicht berücksichtigt.
Fragen zur Bewerbung stellen Sie bitte per Mail an info@monom-stiftung.org oder telefonisch mittwochs zwischen 9-11 Uhr oder nach Absprache. Bitte lesen Sie vor einer Kontaktaufnahme die gesamte Ausschreibung noch einmal durch.
Auswahlverfahren
Jede Bewerbung wird zunächst in formaler Hinsicht und auf ihre Aussicht auf Erfolg geprüft. Nach Abschluss dieser ersten Vorauswahl (Runde 1) werden die Bewerber:innen informiert, die nicht weiter gekommen sind. Die Bewerbungen, die in die nächste Runde gelangen, werden anschließend von einerJury begutachtet (Runde 2). Die Preisentscheidung ist für Juni 2026 geplant. Am Ende des Auswahlverfahrens erhalten alle Bewerber:innen der zweiten Runde eine Zu- oder Absage.
Individuelle Auskünfte werden nicht erteilt, Absagen werden nicht begründet.
Bewerbungen, die in die engere Wahl kommen, werden von einer Jury begutachtet.
Dieser Jury gehören Dr. Friederike Nastold (Künstlerin/Jun.Prof. Uni Oldenburg), Daniel Laufer (Künstler/Kurator), Arne Linde (Galeristin, ASPN Galerie Leipzig) und eine Vertreterin der MONOM Stiftung an.
Die MONOM Stiftung entscheidet frei und nach eigenen Kriterien über die Preisvergabe, sie behält sich vor, nicht alle Preise zuvergeben.
Die Bewerbungsunterlagen werden vertraulich behandelt und im Falle einer Absage spätestens drei Monate nach Mitteilung der Entscheidung vernichtet.
Rechtliche Grundsätze
Ein Anspruch auf Auszeichnung besteht nicht.
Die MONOM Stiftung zeichnet keine Personen aus, die diskriminierende Haltungen vertreten, unterstützen oder praktizieren.
Dies schließt jede Form der Diskriminierung aufgrund von: Alter, ethnischer oder kultureller Herkunft, Geschlecht oder geschlechtlicher Identität, Nationalität, körperlicher, geistiger oder psychischer Beeinträchtigung, Religion, sexueller Orientierung und sozioökonomischem Status ein.
Die MONOM Stiftung fördert keine Personen, die Boykottaufrufe (wie die BDS-Kampagne) gegen jüdische Menschen oder Produkte aus Israel unterstützen oder die das Existenzrecht Israels in Frage stellen.
Die Daten der Bewerber:innen werden so lange von der MONOM Stiftung gespeichert und verwendet, wie es für die Preisvergabe notwendig ist bzw. wie es gesetzlich vorgeschrieben ist. Eine Weitergabe an Dritte erfolgt nicht, soweit dies nicht für die Preisvergabe notwendig ist.
Nach der Entscheidung werden die Namen und Studienorte der ausgezeichneten Personen und Verweise auf die eingereichten Werke von der MONOM Stiftung veröffentlicht.
Mit einer Bewerbung wird diesen Grundsätzen ausdrücklich zugestimmt.